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Buchtipps: Gesundheit I Umwelt I Garten 2021

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Ratgeber-Neuerscheinungen aus den Bereichen: Gesundheit, Umwelt, Garten Der Frühling ist da! Ein guter Zeitpunkt, um an die Gesundheit und den Garten zu denken Auch wenn ausgerechnet zu Frühlingsbeginn Frau Holle ihr Kleid noch einmal kräftig ausschütteln wollte – der Frühling und die wärmeren Temperaturen sind unweigerlich im Anmarsch. Wenn das Frühjahr und mit ihm die Natur erwacht, ist der ideale Zeitpunkt, seinem Körper Gutes zu tun – vielleicht auch Einkehr zu halten, den liebgewonnenen Gewohnheiten des Winters den Rücken zu kehren, Ernährung und Bewegung zu überdenken – Gesundes im Alltag wieder mehr einziehen zu lassen. Die wärmenden Sonnenstrahlen des Frühlings motivieren dazu, das Leben wieder spüren zu wollen, die eigene Gesundheit wieder wichtiger zu nehmen. Erwacht die Natur, ist aber auch für die Glücklichen, die Gärten oder begrünte Terrassen ihr Eigen nennen dürfen, der Zeitpunkt, das Erbe des Winters abzustreifen und das neue Gartenjahr einzuläuten. In dieser Sonderausgabe finden Sie einige Ratgebertipps, die selbst im Frühjahr das Licht der Welt erblickten, und Sie im Alltag begleiten können – von Gesundheit über Familie, Finanzen und Umwelt bis hin zum Garten spannt sich die Themenvielfalt. Teilweise sind es Verlagsempfehlungen, teilweise Redaktionstipps. Sollten Sie das, was Sie suchen nicht finden, so empfehle ich Ihnen in Ihre Lieblingsbuchhandlung zu gehen, in der Sie neben einem großen Angebot an Ratgebern auch Buchhändler erwarten, die Ihnen selbst mit Rat und Tat zur Seite stehen und Ihnen bei der Wahl der benötigten Lektüre helfen.

© privat Was wir an

© privat Was wir an Nahrungsergänzungsmitteln brauchen Lorenz Borsche hat ärztlich kontrolliert den Selbstversuch gemacht und berichtet von seinen Erfahrungen. Er erläutert, was der Körper in welchen Mengen benötigt und in welchen Lebensmitteln alles noch ausreichend enthalten ist Wenn es um Nahrungsmittelergänzung geht, steht schnell die Vermutung der Geschäftemacherei im Raum. Ist das so? Borsche: Zu Beginn stand natürlich die Absicht, der Menschheit einen Dienst zu erweisen. Mittlerweile weiß man, dass damit richtig gutes Geld zu verdienen ist. Ich habe eine Liste der gängigen Produkte gemacht und bin dabei auf große Preisunterschiede gestoßen. Vor allem Mischpräparate sind aber schwer vergleichbar, da unterschiedliche Inhaltsstoffe in unterschiedlichen Mengen kombiniert werden, die auch unterschiedlich teuer sind. Billiger bedeutet nicht zwangsläufig schlechter. Es fehlen dann vielleicht teure Bestandteile, die in einem anderen Präparat enthalten sind. Es ist richtig schwer, den Durchblick zu bekommen. Im Buch habe ich ein paar Standardwerte veröffentlicht, die dabei hilfreich sind. Woher nehmen Sie Ihr Wissen in puncto Gesundheit? Ossi Hejlek im Gespräch mit Lorenz Borsche Lorenz Borsche, 1954 in Heidelberg geboren, studierte Physik/Mathematik sowie Soziologie/Politologie in Heidelberg, war 1977 Mitgründer des Instituts für Energie- und Umweltforschung, 1988/89 Assistent der GL bei ADI Software GmbH und danach als selbstständiger Systemberater tätig. Seit 1991 WWS für Buchhandlungen, seit 1998 Mitentwicklung eines Internet-Shop-Systems mit WWS-Anschluss, 2000 Gründung der Buchhändlergenossenschaft eBuch eG, bis Frühjahr 2011 Generalbevollmächtigter (GF), bis 2019 Vorstand der eG, seitdem glücklich im Unruhestand. Borsche: Im Wesentlichen basieren meine Erkenntnisse auf eigenen Erfahrungen. Es ist etwa 15 Jahre her, dass ich mich mit der Thematik zu beschäftigen begann. Damals stand Abnehmen am Programm. Ich beschäftigte mich mit den Erkenntnissen von Montignac, der vor allem den Verzicht von Zucker propagierte. In zwei Jahren verlor ich alleine dadurch 15 kg. Vor drei Jahren veröffentlichte ich bei Braumüller meine Erkenntnisse in Zucker – Tödliche Versuchung. Im Zuge der Entstehung dieses Buches setzte ich mich auch mit anderen Bereichen der Ernährung auseinander. Vieles passierte durch Erfahrungen am eigenen Körper – als ich beispielsweise brüchige Fingernägel durch Selen-Einnahme kurierte. Das dauerte nur rund drei Monate. Man hört oft den Satz, dass derjenige, der sich ausgewogen und gesund ernährt, keine Zusatzstoffe braucht. Stimmt das? Borsche: Wir können uns gar nicht so ernähren, dass wir alles, was wir brauchen, über Nahrungsmittel bekommen. So kommt 26 6 sortimenterbrief sortimenterbrief sonderausgabe 2/21 gesundheit I umwelt I garten

nahrungsergänzung sonderthema im selbstversuch ratgeber etwa Selen über das Getreide in unsere Nahrungskette. Nur sind die Böden mittlerweile ausgewaschen. Das reicht nicht mehr. In Finnland versetzt man den Dünger mit Selen, wodurch über das Brot dann die Selen-Aufnahme stattfinden kann, vergleichbar mit den Jod-Zugaben im Salz hierzulande. Es wurde über die Jahrzehnte vieles weggezüchtet – auch damit Obst oder Gemüse länger haltbar bleibt. Dadurch blieben viele wertvolle Stoffe auf der Strecke. Auch die gesunden Bitterstoffe wurden konsumentenfreundlich weggezüchtet ... Diese Erkenntnisse führten dann dazu, dass Sie das neue Buch schrieben? Borsche: Ja, aber auch eine Art Erweckungsgeschichte – ein Erlebnis, das ich mit Vitamin D hatte, einem wichtigen Betriebsstoff in puncto Immunsystem. Vor einem Jahr hatte ich eine Influenza-A-Infektion, diese jedoch mit einem sehr milden Verlauf. Nach sieben Tagen – davon war ich drei auf Geschäftsreise – war ich wieder fit, meine Lebensgefährtin lag drei Wochen im Bett. Ich nahm Vitamin D – sie nicht. Sollten dabei nicht mehrere Komponenten betrachtet werden: Welchen Status habe ich? Wo sollte dieser im Idealfall liegen? Wie viel Vitamin D brauche ich, um den Status zu erhalten ...? Borsche: Zuerst muss man unbedingt seinen Vitamin-D-Spiegel im Labor testen lassen, um zu erfahren, wo er liegt und wie hoch der Auffüllbedarf ist. Hat man dann den richtigen Wert erreicht, gilt es, diesen zu erhalten. Dazu gibt es Richtwerte der WHO. Ist die Dosierung gewichtsabhängig? Borsche: Ja, es gibt auch dafür Dosierungsempfehlungen. Manche denken: „Viel hilft viel.“ Das stimmt nicht immer und ist manchmal auch gefährlich. Beim Vitamin D ist das Problem allerdings vor allem ein Zuwenig. Ich kläre das auf. Produziert der Körper selbst nicht genug Vitamin D – durch die Sonne im Sommer? Borsche: Das Ergebnis der körpereigenen Vitamin-D-Produktion war früher besser. Heute verwendet man Sonnenschutzmittel mit hohen Sonnenschutzfaktoren. Da wird das körpereigene Produzieren von Vitamin D schwierig bzw. wird dadurch zu wenig produziert, um für die Wintermonate in unseren Breitengraden ein ausreichendes Depot anzulegen. Vitamin D ist depotfähig, Vitamin K2 nicht – das hält sich nur 72 Stunden. Welche Rolle spielt das Vitamin K2? Borsche: K2 ist ganz wichtig – für Knochen oder Zähne, es regelt die Blutgerinnung und den Calciumhaushalt. Es ist bei längerer Einnahme von Vitamin D nicht unbedenklich, wenn sich gelöstes Calcium in den Blutgefäßen ablagert bzw. nicht im Knochen eingebunden wird. Dadurch wird das Risiko von Schlaganfällen oder Osteoporose erhöht. K2 reguliert als Katalysator die Abläufe. Es wird immer empfohlen, die Präparate in Kombination einzunehmen. Beides gibt es einzeln oder als Kombinationsprodukt – unterschiedlich dosiert. In letzter Zeit kam in Zusammenhang mit dem Covid-19-Virus auch das Vitamin D ins Gespräch. Borsche: Da scheiden sich die Geister. Vitamin D wirkt modulierend auf das Immunsystem. Auf der einen Seite steigert es die Abwehr, auf der anderen lindert es die Reaktionen. Eine klare wissenschaftliche Aussage gibt es bislang nicht. Jedoch gibt es Zahlen aus Studien, die Zusammenhänge erkennen lassen. Beispielsweise aus den USA oder Israel. Langsam bekommt man Antworten auf Fragen wie: Infizieren sich Menschen mit einem besonders guten Vitamin-D-Spiegel weniger? Haben Menschen mit einem höheren Vitamin- D-Spiegel bei Covid-19-Infektionen mildere Verläufe der Erkrankung? Eine klare Antwort gibt es noch nicht, weil eine offizielle, wissenschaftlich anerkannte Studie dazu fehlt. Unumstritten ist der positive Einfluss von Vitamin D auf das Immunsystem generell. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, wenn man betrachtet, dass ältere Menschen – die Risikogruppe – oft einen Vitamin- D-Mangel haben, da die Haut aufgrund des fortgeschrittenen Alters nicht mehr so viel Vitamin D produziert ... Ich bin in der Risikogruppe, achte daher auf einen entsprechend guten Vitamin-D-Spiegel. Dadurch kann ich neben der bekannten Vorsorgemaßnahmen – von FFP2-Maske bis zum Abstandhalten etc. – einen weiteren Teil zu meiner Gesundheitsprävention beitragen. Ich nehme seit zwei Jahren regelmäßig Vitamin D – lasse auch immer wieder meinen Vitamin-D-Spiegel checken. Es geht aber nicht nur um Vitamin D? Borsche: Das Buch bringt einen breiten Überblick und präsentiert neben meinen persönlichen Erfahrungen teilweise verblüffende Geschichten und Zusammenhänge. Ich habe meine Erfahrungen stets unter ärztlicher Kontrolle gemacht. Das kann ich nur jedem raten. Danke für das Gespräch! Lorenz Borsche Nahrungsergänzung im Selbstversuch ca. 140 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-99100-325-0 € 16,– | Braumüller, ET: März sortimenterbrief sonderausgabe 2/21 gesundheit I umwelt I garten 27 7

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