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sortimenterbrief april 2023

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Das österreichische Branchenmagazin für Buchmarkt, Buchverkauf und Buchwerbung. Ausgabe April 2023.

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© AdobeStockLeseförderung, wie sie im Buche steht:Stärkung der Lesekompetenzund des BuchhandelsSeit 20 Jahren eine Institution: Das Service Center Leseförderung dient österreichweit derFörderung der heimischen Buch- und Medienwirtschaft – insbesondere im Bereich KinderundJugendliteratur. Im Frühling ist wieder Zeit, Lesereisen auszuschreiben bzw. zu buchen.bezahlte EinschaltungIn Zusammenarbeit mit den österreichischenBuchhändlerinnen, Verlagenund Autoren veranstaltet das ServiceCenter Leseförderung seit 20 Jahren Lesungenbzw. Lesereisen von Kinder- undJugendbuchautoren in Schulen, Kindergärtenund Buchhandlungen. Zum einensoll damit die Kinder- und Jugendliteraturvermehrt ins Bewusstsein gerufen und derBuchhandel sowie die Autorinnen gestärktwerden, zum anderen in die Leseförderungvon Kindern und Jugendlichen –und damit in ihre Zukunft – investiertwerden. „Machen wir unseren Nachwuchslesestark, um langfristig engagierte Leserin die Buchhandlungen und Bibliothekenzu bringen“, so das Motto der Organisatorenim Fachverband der Buch- undMedienwirtschaft. Das Service Center istgleichzeitig auch Autorinnen-Drehscheibe,organisiert Veranstaltungen mit undsetzt Aktivitäten in der Kulturpolitik. Aufder Website www.wko.at/lesefoerderungkönnen aktuelle Termine für Lesereisenabgefragt, Autoren-Porträts (nach Schultyp/Zielgruppeund Region) abgerufenund Lesereisen gebucht werden.Lange StoryGrundlage für das Service Center wareine Initiative der steirischen ERFA-Gruppe Mitte der 1980er-Jahre. Beteiligtwaren damals Helga Plautz, Inge Höller,Heimo Ehgartner, Jutta Hofbauer, MichaelKobald, Friedrich Hinterschweiger,12 sortimenterbrief 4/23

Johanna Hois und Alexander Worsch.Hinterschweiger, heutiger Kurator desService Centers, bemühte sich schließlich,den wichtigen Bereich auf professionelleBeine zu stellen. Nach längerer Überzeugungsarbeitwurde auf Fachverbandsebeneeine österreichweite Lösung installiert.Im Frühjahr 2003 schuf ein einstimmigerBeschluss des Fachverbandes, nach einerVorbereitungsphase (betreffend Finanzierung,Infrastruktur, Mitarbeiterinnen),die Basis für das Service Center.Beweggrund für die Initiative war auch,dass damals die Schulbuchhändlerinnenvon den Schulen zum Teil einem massivenDruck (Zugaben, Rabatte etc.) ausgesetztwaren. Mit dem Service Center konnteder Branche ein wichtiges Instrument indie Hand gegeben werden, um dem entgegenzuwirken.Geschaffen wurde so einMehrwehrt für die Schulbuchhändler sowieeine wirtschaftliche Absicherung. DieKinder- und Jugendliteratur sollte wiedervermehrt ins Bewusstsein gerufen underhöhtes Medieninteresse für das ThemaBuch und das Lesen geweckt werden. Lesenist schließlich die wichtigste Kulturtechnik:Wer nicht sinnerfassend lesenkann, der kann nicht lernen, hat schlechtereberufliche Chancen und kann an dergesellschaftlichen Entwicklung kaumteilhaben. Erfahrungen aus Politik, Wirtschaftund Schule zeigen, dass es Kindernund Jugendlichen – ohne Lesen – vielfachan Basisfähigkeiten mangelt.Entwicklung seit 2003 – viele ProjekteDas Service Center am Standort der WirtschaftskammerSteiermark ist mittlerweileeine bewährte Einrichtung, die seit 2003österreichweite Lesereisen organisiert.Jährlich gibt es zwei Ausschreibungenvon Lesereisen, wobei das Service Centerdie gesamte Abwicklung übernimmt. Eskoordiniert die Termine mit den Buchhändlernund Autorinnen, stimmt dieReisezeit und Reiseroute der Autoren abund übernimmt die gesamte Verrechnungund Abrechnung sowie die Förderabwicklung.Auch Schulen können sich direktan die (Partner-)Buchhandlung zwecksmöglicher Autorinnen-Lesungen wenden,die sich dann wiederum mit dem ServiceCenter in Verbindung setzt.Neben den Lesereisen unterstützt dasService Center auch Projekte in den Bundesländern,wie z. B. die Salzburger Buchwochen.Das Service Center nutzt auchSynergien mit dem Hauptverband des ÖsterreichischenBuchhandels, dem österreichischenBuchklub der Jugend und der österreichischenBibliothekslandschaft, etwain Zusammenhang mit dem Andersentag,dem Welttag des Buches und diversenBranchenevents.Zur Evaluierung gibt es regelmäßige Programmklausurenmit allen Obleuten undGeschäftsführerinnen der Fachgruppen.Ein Anliegen ist insbesondere der Ausbauder Kooperation mit der Kulturpolitikund öffentlichen Institutionen, umdas Buchmarketing zu stärken. Durchprofessionelle, österreichweite Aktivitätenim Bereich Leseförderung kanneine stärkere Position in der Kulturpolitikerreicht werden.© AdobeStocksortimenterbrief 4/2313


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