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sortimenterbrief april 2023

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Das österreichische Branchenmagazin für Buchmarkt, Buchverkauf und Buchwerbung. Ausgabe April 2023.

leipziger buchmesse

leipziger buchmesse gastland österreich© Aleksandra PawloffIm Gespräch mit Residenz-VerlagsleiterinClaudia Romeder»Ich find das Gastlandmottosehr gut und aussagekräftig«Was erwarten Sie sich vom Gastland-Österreich-Auftritt?Romeder: Der Fokus auf das GastlandÖsterreich wird den Leser:innen bewusstmachen, wie vielfältig die österreichischeLiteraturlandschaft ist unddass die Definition der Nationalliteraturunzureichend ist. Daher finde ich dasGastlandmotto „meaoiswiamia“ sehr gutund aussagekräftig. Ich freue mich, dassunsere Autor:innen viele Auftritte habenund dadurch die Möglichkeit bekommen,ihre Bücher vorzustellen. Vor Ort seinwerden Peter Rosei, Peter Henisch, ErikaPluhar, Cornelia Hülmbauer, MoritzFranz Beichl, Mieze Medusa und Kaska ´Bryla. Sofia Andruchowytsch wird ausder Ukraine anreisen. Es wird somit auchein großes Residenz-Verlagsfest. Wir warenletztes Jahr auch bei der Pop-up-Messedabei, um das Statement zu geben, wiewichtig uns diese Messe ist und dass mansie nicht aufgeben darf. Das Leipziger Publikumist sehr lesefreudig und interessiert.Ich mag die Atmosphäre der Messeund die Bereitschaft der Menschen inLeipzig sich auf Neues, Unbekanntes einzulassenund zuzuhören.Antje Rávik Strubel steht für ihre Übersetzungvon Monika Fagerholms RomanWer hat Bambi getötet? auf derShortlist für den Preis der LeipzigerBuchmesse 2023 – Kategorie Übersetzung.War das zu erwarten?Romeder: Auch wenn man es sich erhofft,so ist man dann trotzdem überrascht.Das Medienecho war für diesesBuch besonders in Deutschland überwältigend,und der Titel stand auf derSWR-Bestenliste auf Platz 1.Dankefür dasGespräch!Im Gespräch mit Haymon-Krimi-VerlagsleiterinLinda Müller und Verleger Markus Hatzer»Der direkte Kontakt mit den Leser:innenist stets erbaulich!«© Haymon Verlag, Fotowerk AichnerWie ist Haymon dieses Jahr in Leipzigpräsent?Müller: Von Leipzig erwarten wir unseinen rauschenden Auftritt für das literarischeLand Österreich. Wir sind mitzahlreichen Autor:innen vertreten: LenaHödl mit ihrem heuer erschienenenWerk Ungeheuer, Anna Herzig mit 12Grad unter Null (ET: Mitte April) sowieFerdinand Schmatz, Precious ChiebonamNnebedum, Herbert Dutzler, StefanSlupetzky, Fabian Neidhardt, JudithGoetz, Manfred Rebhandl ... Eine ganzschöne Riege (lacht)! Wir freuen unsschon sehr auf Leipzig! Auch wir sindmit einem großen Verlagsteam vor Ort,wollen den Gastlandauftritt erleben. UnserStand ist in direkter Umgebung desÖsterreichstandes. Ebenso haben wirRegale am Österreichstand.Welche Erwartungen gibt es?Hatzer: Viele unserer Erwartungen sindbereits schon jetzt, im Vorfeld der Messe,eingetreten. Es ist spürbar eine sehrgroße Aufmerksamkeit und ein gesteigertesInteresse für die Literatur österreichischerVerlage vorhanden – auf allenKanälen: Vertrieb, Marketing, Presse.Wir erleben auch eine große Nachfrageder deutschen Buchhändler:innen – vorallem auch des Independent-Buchhandels.Umso mehr freuen wir uns auf dieGespräche vor Ort – Leipzig ist ein wahresFestival für alle Buchliebhaber:innen.Der direkte Kontakt mit den Leser:innenist stets erbaulich!Danke für das Gespräch!28 sortimenterbrief 4/23

leipziger buchmesse gastland österreich© verlagsbüro schwarzerLudwig Hartinger wird vor Ort sein undaus Leerzeichen lesen und den von ihmherausgegebenen Band Mein Gedichtist mein Gesicht von Srecko ˇ Kosovelpräsentieren. Cvetka Lipuš liest ausihrem Band Weggehen für Anfänger,Karin Peschka aus dem neuen RomanDschomba und Rudolf Habringer ausLeirichs Zögern. Leipzig wird intensiv –und trotzdem freuen wir uns schon sehrdarauf!Gibt es Reaktionen abseits des Messeumfelds?Kleibel: Ja, wir nehmen schon verstärkteine Nachfrage im Bereich des deutschenBuchhandels wie auch der Journalist:innenwahr.Ossi Hejlek im Gespräch mit Otto Müller-VerlegerArno Kleibel»Alle haben in Leipzig keinenStress. Ich bin gerne hier!«Ist Otto Müller heuer in Leipzig größerpräsent?Kleibel: Der Stand ist aufgrund einerneuen Messevorgabe im heurigen Jahrgrößer, da alle Stände, die breiter alsvier Meter sind, drei Meter tief seinmüssen. Nicht zwei Meter, wie bisher.Wir haben in Leipzig traditionell einenGemeinschaftsstand – gemeinsam mitdem Picus Verlag. Was den Österreich-Schwerpunkt betrifft, bieten wir vielmehr Veranstaltungen mit unserenAutor:innen an als sonst.Dadurch ist sicher auch der personelleAufwand ein entsprechend höherer ...Kleibel: Ja, deutlich, die Autor:innenbenötigen eine entsprechende Betreuung– bei den Veranstaltungen und aucham Stand. Bei manchen Auftritten mussauch anmoderiert werden. Während wirsonst zu zweit auf der Messe sind, fahrendieses Jahr auch die Presse- sowie dieProgrammchefin mit.Wird auch Ana Marwan vor Ort sein?Kleibel: Ja, natürlich! Einerseits alsösterreichische Autorin, mit ihremneuen, bei uns erschienenen RomanVerpuppt. Wie alle wissen, hat sie imvergangenen Jahr den Bachmann-Preis gewonnen, seit 2023 ist sieMitherausgeberin und alleinige Chefredakteurinder LiteraturzeitschriftLiteratur und Kritik. Ana Marwan istaber auch als slowenische Autorinauf der Messe, da ihr Buch eineÜbersetzung aus dem Slowenischen ist.Slowenien wird im Herbst Gastland aufder Frankfurter Buchmesse sein undist daher auch schon in Leipzig präsent.Wo liegen im Vergleich die Assets dergroßen Buchmessen in Leipzig bzw. inFrankfurt?Kleibel: Bei Frankfurt überlege ichnicht, die Messe ist eine fixe Bank.Man erfährt viel, auch zwischen denTerminen. Ich bleibe auch immer biszum Schluss (lacht). Leipzig ist einePublikumsmesse, hier treffe ich auchstets meinen deutschen Auslieferer.Ich habe wenige im Voraus vereinbarteTermine, dafür aber viele, viele guteGespräche mit Buchhändler:innenoder Journalist:innen, die an den Standkommen. Alle haben in Leipzig keinenStress – das zeichnet die Messe aus. Ichbin gerne hier! Auch die Autor:innenfühlen sich in Leipzig gut aufgehoben,werden regelrecht vom Spirit getragen.In früheren Jahren hatten wir schonLesungen in einer Apotheke oder ineinem Bestattungsinstitut – immer voll!Man kommt von der Leipziger Buchmesseretour und hat das starke Gefühl,dass die Arbeit, die man leistet, einenSinn hat! Man ist so vielen Menschenbegegnet, die Bücher lieben – hat sichmit ihnen ausgetauscht und nimmt vieleAnregungen mit.Danke für das Gespräch!sortimenterbrief 4/2329


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