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sortimenterbrief Jänner 2022

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Das österreichische Branchenmagazin für Buchmarkt, Buchverkauf und Buchwerbung. Ausgabe Januar 2022.

leider ausgelaufen,

leider ausgelaufen, andererseits war es ein seltener Glücksfall, dass wir diese traumhafte Wohnung auf Schloss Kainberg gefunden und dann auch bekommen haben. Wir waren ja nicht die einzigen Interessenten, die sich beim Schlossherrn und seiner Frau dafür beworben haben. Da beide sehr kunstaffin sind, haben die Schriftstellerin und ihr malender Ehemann noch am selben Tag den Zuschlag erhalten. Seither dürfen wir in diesem Märchenschloss auf einem großzügigen Anwesen leben, das öffentlich nicht zugänglich ist. © Rossbacher © Hannes Rossbacher Ossi Hejlek im Gespräch mit Claudia Rossbacher Mysteriöser Serienmord auf der Steirischen Apfelstraße Wie geht es Claudia Rossbacher – kurz vor Jahreswechsel? Rossbacher: Sehr gut, danke! Das Manuskript für Steirerwahn ist zum Druck freigegeben. Ich komme gerade aus dem Tonstudio, wo ich das gleichnamige Hörbuch für Audiamo eingelesen habe. Was waren Ihre Highlights des heurigen Jahres? Rossbacher: Wir sind im Juni übersiedelt. Vom Reinischkogel im Schilcherland, wo wir eine Almhütte gemietet hatten, ins Schloss Kainberg, nördlich von Graz. Einerseits ist der Mietvertrag Und sonst? Rossbacher: Ich habe meinen zwölften Steirerkrimi geschrieben und dafür in der Oststeiermark recherchiert. Im Herzen der Apfelstraße – in Puch bei Weiz – bin ich auf die geheimnisvollen Apfelmänner gestoßen, die jedes Jahr im November im Morgengrauen in ihren Kutten und mit Laternen in die Brennerei einziehen, um in der Klausur drei Tage lang ihren exklusiven Apfelschnaps zu brennen – den Abakus. Der reift dann ein Jahr lang auf Ziegeln des Keltenbergs Kulm im Keller des Apfelhauses. Ebenso geheim wie das Brennritual ist die jeweilige Apfelsorte, die erst bei einer feierlichen Zeremonie im folgenden Jahr preisgegeben wird. Abgestimmt wird mit Holzkugeln, die auch in Steirerwahn eine Rolle spielen. Im echten Leben sind die Apfelmänner aber nicht nur geheimnisvoll, sondern auch sehr sympathisch, und sie waren überaus hilfsbereit. 48 sortimenterbrief 1/22

sandra mohrs zwölfter fall Bei der Recherche auf der Steirischen Apfelstraße: der für den Apfelbrand namensgebende Abakus und die Brennstube I © Rossbacher Und Sie waren so begeistert, dass Sie im Buch einen von ihnen sterben lassen – mit dem Strick seiner Kutte erdrosselt und einer Holzkugel im Mund ... wie man dem Kurztext entnehmen kann ... Rossbacher: Es müssen gleich mehrere von ihnen dran glauben. Meine Ermittler bekommen es nämlich mit einem Serienmord zu tun. Und Sandra Mohr gerät schließlich selbst in Lebensgefahr … Wie laufen die Verfilmungen Ihrer Krimis für ORF und ARD? Rossbacher: In der letzten Spin-off- Folge musste Sandra Mohr den Steirertod sterben, weil Miriam Stein aus der Steirerkrimi-Reihe aussteigen wollte. In meinen Büchern lebt sie freilich weiter. Das kann ich meinen Lesern doch nicht antun! Im TV ersetzt Anna Unterberger als Inspektorin Anni Sulmtaler fortan Miriam Stein. Diese Figur gab es als Anni Thaler auch schon in meinen Büchern, bislang nur im Backoffice. Jetzt hole ich sie ein wenig mehr ins Geschehen, damit Film und Buch nicht noch weiter auseinanderklaffen. Wäre es nicht einfacher gewesen, die Rolle der Sandra Mohr mit einer anderen Schauspielerin zu besetzen, als die Hauptdarstellerin zu killen? Rossbacher: Das war die Entscheidung des Regisseurs Wolfgang Murnberger. Ich hätte die Rolle lieber neu besetzt. Viele Fans haben mich bereits auf den Filmtod von Sandra Mohr angesprochen. Die freuen sich jetzt umso mehr, dass sie in meinen Büchern weiterlebt. Hoffentlich lässt sich der Darsteller von Sascha Bergmann, Hary Prinz, nicht auch ermorden ... Rossbacher: (lacht) Hary Prinz liebt die Steirerkrimis und seine Rolle. Ich glaube, das wird so schnell nicht passieren. Da Sie es erwähnten – was ist eigentlich ein Steirerkrimi-Spin-off? Rossbacher: Ein Film mit meinen Figuren, für den es keinen Roman als Vorlage gibt. Vielleicht schreibe ich mal das eine oder andere Buch zum Film. Für ORF und ARD werden jedes Jahr zwei Steirerkrimis produziert – jeweils eine Romanverfilmung und ein Spin-off, wobei die Drehbücher bisher alle von Maria und Wolfgang Murnberger stammen. 2021 erschien ja auch die Neuauflage Ihres Thrillers Drehschluss im Gmeiner Verlag ... Rossbacher: Die erste Auflage erschien 2009. Ich habe das Buch sehr behutsam überarbeitet und freue mich, dass die Neuauflage bereits nachgedruckt wurde. Drehschluss ist sowieso eines meiner Lieblingsbücher. Sie lieben es, Thriller zu schreiben? Rossbacher: Sehr. In den klassischen Polizeikrimis muss ich immer die Ermittlungsarbeit akribisch ausbreiten. Das kann ich mir beim Thriller ersparen. Keine Lust auf einen neuen Thriller? Rossbacher: Lust schon. Aber bis zum Z stehen noch einige Titel auf der Liste meines steirischen Mords-ABCs. Als Nächstes werden wir auch das Buch Lieblingsplätze Steiermark bei Gmeiner aktualisieren. Es soll im Mai 2023 erscheinen. Ich bin gut ausgelastet (lacht). Danke für das Gespräch! Claudia Rossbacher Steirerwahn Sandra Mohrs zwölfter Fall 288 Seiten, Softcover, ISBN 978-3-8392-0198-5 € 18,– (A), Gmeiner, ET: Februar sortimenterbrief 1/22 49


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