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sortimenterbrief Juli/August 2020

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Das österreichische Branchenmagazin für Buchmarkt, Buchverkauf und Buchwerbung. Ausgabe Juli 2020.

geburts- und todestage

geburts- und todestage im august und september 3. August: 100. Geburtstag von P. D. James p. d. James dER BEigESCHmaCK dES todES 544 Seiten, Softcover € 14,40 | dRoEmER | A: MM 978-3-426-30697-0 Sein siebter Fall führt Commander Adam Dalgliesh in die schmuddelige Sakristei von St. Matthew. Dort wurden zwei Männern mit grausamer Präzision die Kehlen durchtrennt – einer davon ist Sir Paul Berowne, ehemaliger Minister der Königin. Der andere ein offensichtlich stark alkoholisierter Obdachloser. Commander Adam Dalgliesh und seine neue Assistentin müssen die düstersten Winkel der Familiengeschichte derer von Berowne ausleuchten, um die Wahrheit hinter dem schönen Schein ans Licht zu bringen. 16. August: 100. Geburtstag von Charles Bukowski Charles Bukowski Kaputt in Hollywood 192 Seiten, Hardcover € 12,40 | FiSCHER | A: HGV 978-3-596-52271-2 Zehn Storys von einem Bukowski in Hochform: realistisch, brutal, komisch. Apokalyptische Visionen, amerikanische Albträume, Protokolle der alltäglichen Hölle. Inhalt: Ich erschoss einen Mann in Reno – Geburt, Leben und Tod einer Untergrundzeitung – Szenen aus der Großen Zeit – Kaputt in Hollywood – Love it or leave it – Die Goldgräber von Los Angeles – Die Große Zen-Hochzeit – Eine verregnete Weibergeschichte – Vergewaltigung! – Hundekuchen in der Suppe sowie ein Interview mit Charles Bukowski. 28. August: 25. Todestag von Michael Ende michael Ende diE unEndliCHE gESCHiCHtE 416 Seiten, 160 Ölbilder und Illustrationen von Sebastian Meschenmoser, Hardcover mit SU € 36,– | tHiEnEmann | A: MM 978-3-522-20250-3 Bastian entdeckt in einem Antiquariat ein Buch, das ihn auf magische Weise anzieht. Darin liest er vom Reich Phantásien, in dem sich das Nichts immer weiter ausbreitet. Schuld daran ist die geheimnisvolle Krankheit der Kindlichen Kaiserin, die einen neuen Namen braucht, um gesund zu werden. Den kann ihr aber nur ein Menschenkind geben. Zusammen mit dem jungen Krieger Atréju und dem Glücksdrachen Fuchur begibt er sich auf die Reise ... 6. September: 95. Geburtstag von Andrea Camilleri andrea Camilleri KilomEtER 123 144 Seiten, Hardcover € 22,70 | KindlER | A: HGV 978-3-463-00010-7 Alles beginnt mit einer unbeantworteten SMS. Die Absenderin ist Ester, und der Adressat ist Giulio. Warum Giulio seiner Geliebten nicht antworten kann: Er liegt nach einem heftigen Auffahrunfall bei Kilometer 123 in der via Aurelia im Krankenhaus. Wer hingegen die SMS von Ester liest, ist Giulios Ehefrau, die vorher von Esters Existenz nichts wusste. Ein Zeuge sagt aus, dass Giulios Unfall keineswegs unbeabsichtigt, sondern versuchter Mord war. Kurze Zeit später findet sich eine Leiche: bei eben jenem Kilometer 123 auf der via Aurelia. 15. September: 130. Geburtstag von Agatha Christie agatha Christie daS FEHlEndE gliEd in dER KEttE 224 Seiten, Hardcover € 20,60 | atlantiK | A: MM 978-3-455-00883-8 Agatha Christies Debütroman, der eigentlich das Ergebnis einer Wette war. Vor 100 Jahren löste der berühmteste Ermittler der Welt seinen ersten Fall: Wer hat die wohlhabende Mrs Emily Inglethorp auf ihrem Landgut Styles Court vergiftet? Ihr Ehemann Alfred, der es scheinbar auf das Erbe abgesehen hat? Doch auch ihre Stiefsöhne oder die launische Haushälterin könnten die Mörder sein. In seinem ersten Fall nimmt Hercule Poirot alle Bewohner von Styles gründlich unter die Lupe, bis er das fehlende Glied in der Kette gefunden hat. 29. September: 85. Geburtstag von Ingrid Noll ingrid noll in liEBE dEin KaRl 336 Seiten, Hardcover, Leinen € 24,70 | diogEnES | A: MM 978-3-257-07096-5 Die Grande Dame des deutschen Krimis ganz persönlich. Die ganze Palette der Ingrid Noll in Kurzgeschichten: ihr krimineller Witz, ihre warmherzige Lebenserfahrung, ihre bodenständige Beobachtungsgabe. In diesem Buch kommt ein Weiteres hinzu: Autobiografisches, authentisch und nachhallend. Ein Brief an ihre verstorbene Mutter, die Rolle ihres Vaters. Wie sie sich in ihr Enkelkind verliebte. Ihre Kindheit in China. Wie sie sich ihre letzten 24 Stunden wünschen würde und was sie am Altwerden nervt. 14 sortimenterbrief 7–8/20

menarbeit mit Autorinnen und Autoren zu verstärken. Bildhaft: Um mit vollen Segeln den Kurs Richtung Lesevergnügen für Klein und Groß zu halten. Förderung, Fantasie, buy local bezahlte Einschaltung © AdobeStock.com / Jan Schuler Verlage setzen die Segel aus dem Bermudadreieck der Corona-Pandemie Der ökonomische Sog nach unten ist nach wie vor zu spüren, doch der Kurs ist definiert: Richtung sonniger Leseherbst. Text: Ernst Wachernig Es ist nicht nur der echte Wiener, der von sich behauptet, nicht unterzugehen. Auch Österreichs Verlegerinnen und Verleger haben den festen Willen und vor allem die kaufmännisch-gestalterische Fantasie, nach dem von der Regierung verordneten ökonomischen Stillstand in der Republik über Wasser zu bleiben. Starken Statements zur Zukunft wird folgender Satz unmissverständlich zur Seite gestellt: „Förderungen von öffentlicher Hand dürfen nicht ausbleiben!“ Das nicht nur, um entgangene Umsätze und daraus resultierende Gewinne für künftige Investitionen zu kompensieren, sondern vor allem auch, um die Intensität der Zusam- sortimenterbrief 7–8/20 © Weinwurm „Es sollte zu einer Unterstützung aller Verlage kommen und nicht nur im Bereich ‚Literatur als Kunst‘ gefördert werden!“ Georg Glöckler, G&G/Ueberreuter Verlag Georg Glöckler, renommierter Verleger aus Wien (G&G/Ueberreuter) fackelt nicht lange, wenn die Frage der Ertragsverluste zu beantworten ist. „Wir haben in den Monaten April und Mai ein Minus von knapp 40 %“, stellt der international agierende Unternehmer nüchtern fest. Zurückgezogene Bücher, keine öffentlichen Lesungen, abgesagte Messen – ein Auszug aus dem Logbuch seines Verlages. Glöckler zeigt sich aber auch erfreut über die Spontanität der Szene. So sind zahlreiche Social-Media-Aktionen von Autorinnen und Autoren und von Verlagen lanciert worden. Der Onlinehandel bekommt dadurch Aufschwung, es ist jedoch nicht möglich, das Minus des „normalen“ Handels damit auszugleichen. Für Katarzyna Lutecka (Amalthea Signum) ist der Lockdown ein Trip an die eigenen Grenzen. „Die Branche wurde zum Teil aus der Reserve gelockt, gleichzeitig gab es sehr viele positive Impulse für Online- Shops, Marketing-Ideen und Online-Veranstaltungen, die dazu beigetragen haben, das Medium Buch im Gespräch zu halten.“ Nicht verhehlen will die Amalthea-Verlagsleiterin allerdings die Wichtigkeit des stationären Buchhandels. Denn „buy local ist nach wie vor der beste Verkäufer und sollte für jede Leserin, für jeden Leser zum Lebensmotto werden“, so Lutecka. Insgesamt ist die Corona-Krise an Amalthea nicht spurlos vorübergegangen. Negative Verkaufszahlen, ein langsam anlaufender Buchhandel. Man hat wenig Hoffnung, die Ertragsverluste aus eigener Kraft kompensieren zu können. Um das Jahr positiv abzuschließen, braucht man Unterstützung der öffentlichen Hand und einen starken Leseherbst. 15


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