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sortimenterbrief Juli/August 2021 - jubiläumsausgabe

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40 Jahre sortimenterbrief. Das österreichische Branchenmagazin für Buchmarkt, Buchverkauf und Buchwerbung. Ausgabe Juli/august 2021.

Ossi Hejlek im Gespräch

Ossi Hejlek im Gespräch mit Eva Rossmann »Noch mehr mein’s geht nicht« © Ernest Hauer Das besondere Kochbuch für alle Fälle: 200 Rezepte – kreativ, einfach, schnell. Mit allen Gerichten aus Rossmanns Mira-Valensky-Krimis ... und vielen anderen Köstlichkeiten Was bedeutet es für Sie, in der Küche zu stehen und zu kochen? Rossmann: Kochen soll Freude machen. Es ist alles andere als eine heilige Handlung, es ist Genuss, eine Vorbereitungsphase, um mit anderen eine schöne Zeit zu haben. Kochen soll nicht zum Stress werden. Leider wird es das viel zu oft – auch im Privaten. Sind Sie eine große Vorplanerin beim Kochen? Wie haben Sie das Kochbuch gegliedert? Rossmann: Ich habe mich dazu entschlossen, es nach den Produkten zu gliedern. Habe ich Garnelen zu Hause, und Lust auf sie – dann schaue ich unter Garnelen nach ... das kommt auch meiner Art zu kochen nahe. vor, was sie kocht (lacht)! Aber ja, alle Rezepte von Mira – seit Band elf – sind im Kochbuch enthalten. Und noch viel mehr von mir. Letztendlich sind es rund 200 Rezepte geworden. Ich habe in den letzten eineinhalb Jahren besonders viel Zeit zum Kochen gehabt ... Da ist auch viel Neues entstanden. Der mediterrane Faden zieht sich kulinarisch klar durch die Rezepte. Aber man findet auch heimisches, wie Liptauer ... Advertorial Rossmann: Absolut nicht, denn die Zeit habe ich nicht. Ich schaue in den Kühlschrank, was da ist. Dann überlege ich mir etwas und fange an zu kochen. Das ist auch in den Krimis bei Mira so. Meine Leserschaft spiegelt mir auch wider, dass es ihnen gefällt, wenn Mira ohne großes Trara und ohne große Vorbereitungen kocht. Da sind Mira und ich uns ziemlich ähnlich (lacht). Und ich bin auch aufmerksam, wenn ich unterwegs bin. Gestern sah ich hier auf Sardinien in einem Supermarkt großartige Hühner aus der Region. Die musste ich mitnehmen – denn ich weiß, daraus kann ich viele Gerichte machen. Was, das entscheide ich aus dem Moment. Das ist ein guter Zugang für No-Stress. Inwieweit hat Mira vorgegeben, welche Rezepte ins Buch aufgenommen werden? Rossmann: Also stopp! Ich gebe Mira Rossmann: Meine Idee war: Ich gönne es mir, mich nicht einschränken zu lassen. Ich wollte die Rezepte präsentieren, die Mira und mir gefallen. Und mir ist es vollkommen egal, ob es ein vietnamesisches Rezept ist, ein Liptauer aus dem Weinviertel, etwas, das ich in Moskau kennengelernt habe, oder meine geliebte sardische Küche. Die klassischen Zuordnungsschubladen blieben geschlossen (lacht). Gratulation zur gelungenen, ansprechenden Gestaltung! Rossmann: Das ist wirklich gut gelungen. Unterschiedliche Farbflächen, mal Illustration, mal Foto, mal eine 82 sortimenterbrief 7-8/21

Seite mit Tipps zum Lesen ... Ich habe eine Riesenfreude mit dem, was dabei herausgekommen ist. Im Kochbuch war schon alles da. Und trotzdem ist es gelungen, gemeinsam mit Folio etwas ganz Besonderes entstehen zu lassen. Wir sind alle sehr motiviert. Arnold Mario Dall’O von Folio hat es grafisch großartig umgesetzt. Er ist eben Künstler – das merkt man! Und dass er selbst gerne kocht und isst, kam dem Projekt sehr entgegen. Das Kochbuch hat uns allen – neben Verkaufbarkeitsgedanken und Inhalt – bei der Entstehung irrsinnig viel Spaß gemacht. Das ist nicht immer so beim Büchermachen. Mir gefallen die eingestreuten Kochtipp- Seiten ganz besonders gut. Rossmann: Beim Mehl beispielsweise habe ich richtiggehend recherchiert, weil es mich selbst seit Jahren nervt, nicht genau zu wissen, wie die Sache mit den Ziffern richtig zu deuten ist. In Italien ist es so, in Österreich anders, in Deutschland ... So – und ab jetzt kann ich in meinem Kochbuch immer wieder nachschlagen, bei mir selbst nachlesen. Denn bis zum nächsten Mal habe ich es wieder vergessen (lacht). Es gibt Tipps zu Lamm, Spargel, Schokolade ... Am Ende des Buches gibt es neben dem üblichen Register auch das Spezialglossar der Gerichte aus den Mira- Valensky-Krimis. Was ist das? Rossmann: Die Leser können nachsehen, welches Rezept in welchem Krimi vorkommt. Das ist ein besonderes Service für alle Mira-Valensky-Fans. An dem © Ernest Hauer Die Küche im Restaurant Die ALte SchuLe – wo die Kochkarriere begann. Spitzengastronom Manfed Buchinger und Eva Rossmann. arbeite ich gerade noch. Es rundet die vielen Besonderheiten des Buches ab. Es wird wirklich ein Spitzen-Kochbuch. Bei einem Krimi oder einem Roman würde ich mich das nie zu sagen trauen. Über Literatur müssen andere entscheiden. Bei diesem Kochbuch kann ich es schon. Darin steckt Handwerk und Leidenschaft. Das werde ich auch allen meinen Freundinnen und Freunden schenken, weil es mein Kochbuch ist (lacht)! Darauf bin auch stolz. Es ist auch Ihres, weil Sie alle Fotos selbst gemacht haben ... Rossmann: Ja. Mehr mein’s geht nicht! Ich habe bei Manfred Buchinger gelernt, wie man Gerichte zum Fotografieren vorbereitet. Alle Fotos entstanden in meiner Küche – pro Gericht habe ich bis zu 200 Fotos gemacht. Inzwischen weiß ich, warum viel auf dunklem Geschirr fotografiert wird ... das weiße Porzellan rossmann kulinarisch spiegelt unwahrscheinlich stark! Aber auch beim Anrichten wurde auf übertriebenes Schischi verzichtet. No Stress war auch dabei die Devise. Wie oft kochen Sie eigentlich bei Manfred Buchinger im Restaurant Die Alte Schule? Rossmann: Das ist total unterschiedlich. Nach dem ewig langen Lockdown für die Gastronomie war ich voll im Einsatz. Da war es wichtig, dass wir die Kräfte bündeln und zusammenhelfen. Jetzt bin ich in Sardinien. Wenn ich wieder zurück bin, werde ich wieder dort kochen. Es gab schon Jahre, da war ich jede Woche von Donnerstag bis Sonntag in der Küche. Das ist jetzt nicht mehr so. Ich bin gerne dabei. Zu Manfred Buchinger kam ich, als ich für meinen fünften Krimi, Ausgekocht, in einer Profiküche recherchieren musste. Ich fragte ihn, ob ich eine Weile mitarbeiten und recherchieren dürfe. Letztendlich willigte er ein. Es gefiel mir so gut, dass ich blieb. Zwei Jahre später machte ich die Lehrabschlussprüfung. Besonders lustig war der Tipp eines honorigen Prüfers nach bestandener Prüfung: „Frau Rossmann, es war ausgezeichnet. Sie können wirklich kochen. Lassen Sie das mit dem Schreiben sein!“ (lacht) Danke für das Gespräch! Eva Rossmann, No Stress. Mira kocht ca. 232 Seiten, zahlreiche Abb., Hardcover 978-3-85256-835-5, € 25,– | Folio ET: 24. August Abbildungen aus der Leseprobe sortimenterbrief 7-8/21 83


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