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sortimenterbrief juli/august 2022

Das österreichische Branchenmagazin für Buchmarkt, Buchverkauf und Buchwerbung. Ausgabe Juli/August 2022.

Ossi Hejlek im Gespräch

Ossi Hejlek im Gespräch mit Joanna Storm Programmleitung Kinderbuch, G&G Verlag »Mit Thomas Brezinas Erstlesereihe Lesestark verfolgen wir einen neuen Ansatz« Band mit dem Eselchen Mimi. Im letzten Jahr ist bereits der Titel Eselfrühling erschienen. Sobald die Eseltitel eine Frontpräsentation in der Buchhandlung bekommen, sind sie Selbstläufer. Die Menschen lieben die Illustrationen. Wenn man sich die Novitäten aus dem Lesezug ansieht – die sind ein gutes Beispiel für die richtige Illustration zur richtigen Geschichte. Eigentlich undenkbar, dass man diese untereinander tauscht ... © G&G Verlag Advertorial Für welche Programmbereiche sind Sie bei G&G verantwortlich? Storm: Das beginnt bei Pappbilderbüchern für Kinder ab 18 Monaten und geht über Bilderbücher und Titel für Erstleser:innen bis hin zum erzählenden Kinderbuch für ein Lesealter von bis zu zwölf Jahren. Da gibt es viel Raum, um sich zu verwirklichen (lacht). Pappbilderbücher sind in dieser Form neu bei G&G? Storm: Ja, das wird sehr spannend. Wir bringen zu den sehr erfolgreichen Bilderbüchern mit dem kleinen Fuchs zwei neue Geschichten in Pappe den Kleineren näher: Willkommen, kleiner Fuchs! und Freu dich aufs Christkind, kleiner Fuchs!. Apropos Weihnachten, auch die Eselweihnacht findet mit Eseladvent eine wieder besonders entzückend illustrierte Fortsetzung ... Storm: Ja, darüber sind wir sehr glücklich. Mittlerweile ist das schon der dritte Wenn man in der Vorschau Ihre Weihnachtsbücher ansieht, erkennt man die unterschiedlichsten Illustrationsstile. Wie wählen Sie eigentlich die Illustrator:innen aus? Storm: Wir sehen den G&G Verlag als Spezialist für Christkindbücher. Dafür braucht es auch eine gewisse Bandbreite. Das reicht von plakativ bis künstlerisch. Grundsätzlich versuchen wir, dem Ton der Geschichte ein passendes Pendant in der Illustration mit auf den Weg zu geben. Ich war sehr froh, heuer wieder in Bologna auf der Kinderbuchmesse gewesen zu sein – das hat mich inspiriert. Storm: Ich arbeite seit 20 Jahren im Verlagswesen. Die richtigen kreativen Teams zusammenzubringen, ist oft gar nicht so leicht. Wenn es aber klappt, kommen wunderbare Dinge heraus. Das merkt man dann auch von außen. Apropos Lesezug – seit Kurzem bringen Sie neue Erstlesebücher auf den Markt und nutzen dabei die beiden starken Namen Thomas Brezina und Tom Turbo ... Storm: Wir haben alle in den vergangenen Jahren gesehen, dass Thomas Brezina als Autor sehr erfolgreich unterschiedliche neue Wege einschlägt. Tom Turbo stellt für mich in gewisser Weise die Kernkompetenz von Thomas Brezina dar. Es gibt kaum jemanden, der Tom Turbo nicht kennt. Eigentlich ist es für uns als Verlag ein Jackpot, wenn wir bei einer neuen Reihe, bei der es ums Lesenlernen und ums Lesetraining geht, mit zwei Marken arbeiten: mit Tom Turbo und dem großartigen Thomas Brezina, der bei Tom Turbo all seine Stärken ausspielt. Thomas Brezina war diesem Projekt gegenüber sehr aufgeschlossen, passte sich dem neuen Format an, reduzierte Textlängen, ließ verstärkt das Spielerische 64 sortimenterbrief 7–8/22

lesestark mit tom turbo zum Zug kommen. Alle Bände sind sehr aufwendig illustriert und haben auch den besonderen Zusatznutzen der Belohnungssticker. Für gelesene Doppelseiten erhalten die Kinder Sticker, die sie ins Buch einkleben können. Diese Bilder komplettieren die Seite und somit den Inhalt. Sie erwähnten die auffällige Illustration. Es sind ja wirklich viele, viele Einzelbilder. Zeichnet der Illustrator Pablo Tambuscio alle Tom-Turbo-Abenteuer? Storm: Ja, er arbeitet sehr intensiv mit Thomas Brezina zusammen, illustriert viel für ihn. Er ist grafisch auch für die Fernsehformate zuständig und illustriert die Neuausgaben der Knickerbocker Bande, die Thomas Brezina selbst verlegt. Wir sind sehr glücklich mit ihm. Wir wissen, dass Illustration Trumpf ist. Gerade bei den Erstlesebüchern hat sich in den vergangenen Jahren der Bildanteil deutlich erhöht. Warum erscheinen die Tom-Turbo-Erstlesebücher eigentlich nicht im Lesezug? Storm: Die höchst erfolgreiche Erstlesereihe in Form des Lesezugs haben wir mittlerweile seit über zehn Jahren im Programm. Dieser punktet damit, dass er sich sehr stark am österreichischen Lehrplan orientiert – beispielsweise auch an der Fibelschrift. Bei Thomas Brezinas Reihe Lesestark verfolgen wir einen neuen Ansatz. Dort nehmen wir all die Dinge zurück, die zu sehr an die Schule erinnern. Es ist zwar eine Erstlesereihe, aber die Zielgruppenansprache über die schulische Kompetenz wird dabei tunlichst vermieden. Beide Reihen können somit sehr gut nebeneinander existieren. Denn die Kernkompetenz des Lesezugs ist außerordentlich beliebt, weil die Inhalte stark an das Schulsystem und die schulische Laufbahn gekoppelt sind. Der erste Band der Reihe Lesestark ist bereits im Herbst vergangenen Jahres erschienen. Wie gut kommt der Titel Das Ungeheuer im Waldsee an? Storm: Vom ersten Band geht jetzt gerade die dritte Auflage in Druck. Wir sind zufrieden (lacht). Jetzt erscheinen Band drei und vier. Neben den beiden Lesestark- Novitäten freuen wir uns im Herbst auch auf das erste Tom Turbo Freundebuch mit vielen Aufreißseiten, Mitmachseiten und Rätseln sowie das neue Tom-Turbo-Weihnachtsabenteuer Tom Turbo – Sieben Pinguine gesucht! als beliebtes Adventkalenderbuch, ebenfalls mit Aufreißseiten. Auch diese Illustrationen stammen von Pablo Tambuscio – sein Output ist gigantisch. Wie viele Bände gibt es derzeit in der Reihe Lesezug? Storm: Mittlerweile über 70 Bände! Das ist für einen österreichischen Verlag eine wirklich stattliche Anzahl. Ich glaube sehr stark daran, dass ein Teil des großen Erfolgs in der österreichischen Sprache liegt – Sessel, Karotten, Palatschinken ... Diese Wörter kennen die Kinder. Damit punkten unsere Bücher! Herzlichen Dank für das Gespräch! sortimenterbrief 7–8/22 65


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