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sortimenterbrief Juni 2022

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Das österreichische Branchenmagazin für Buchmarkt, Buchverkauf und Buchwerbung. Ausgabe Juni 2022.

das aktuelle Buch im

das aktuelle Buch im Internet nachbezugsspiegel mai Der Nachbezugsspiegel soll als Dispositionshilfe bei Nachbezügen dienen. Er erfasst die nachbezugsstärksten Titel des Monats. Reihung nach Auslieferer- bzw. Verlagsangaben. Auf unserer Website www.schwarzer.at wird jeweils für zwei Wochen das aktuelle Buch des Monats präsentiert: Väter 1.–15. Juni Manchmal haben sie keine Ahnung, dann wieder helfen sie aus den misslichsten Lagen. Sie bringen uns etwas fürs Leben bei oder den herrlichsten Unfug: Väter. Eine literarische Annäherung mit Texten von dilek Güngör, Charles Lewinsky, Lucy fricke, Benedict Wells und vielen anderen. 272 Seiten, kartoniert € 12,40 | 978-3-257-24515-8 DIOGeNeS, A: MM 16.–30. Juni 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Belletristik & Sachbuch Auslieferung Mohr Morawa Helfer: Löwenherz/HANSER Stipsits: Eierkratz-Komplott/UEBERREUTER Haas: Müll/HoffMANN UNd CAMpE parker: Hamdraht/GMEiNER Rossbacher: Steirerwahn/GMEiNER Huber: die vier Quellen der Jugend/EdiTioN A Ambros: A Mensch möcht i bleib‘n/EdiTioN A Aichner: Brennweite/BTB Walker: Tête-à-Tête/dioGENES Ventura: in einer stillen Bucht/dioGENES precht: freiheit für alle/GoLdMANN Brezina: Besser als du denkst/EdiTioN A Houellebecq: Vernichten/dUMoNT Strolz: Gespräche mit einem Baum/KAiLASH Belton: putins Netz/HARpERCoLLiNS fitzek: Schreib oder stirb/dRoEMER Taschler: Über Carl reden wir morgen/ZSoLNAY Scheuba: Wenn das in die Hose geht, sind wir hin/ZSoLNAY Klüpfel, Kobr: Affenhitze/ULLSTEiN Martin: Madame le Commissaire und die Villa der frauen/KNAUR Auslieferung Medienlogistik Häupl: freundschaft/BRANdSTäTTER Vitásek: ich bin der Andere/BRANdSTäTTER Kastner: dummheit/KREMAYR & SCHERiAU Schmidt: in der frittatensuppe feiert die provinz ihre Triumphe/BRANdSTäTTER Lehr: Landeschronik oberösterreich/BRANdSTäTTER König: Auf die plätze, Lächeln, los!/KNEipp fasan: 10.000 Schritte in Wien/KNEipp prutsch: Wer war fritz Mandl/MoLdEN Braun: die Herkunft Europas/WBG Reinsperger: Ganz schön wütend/MoLdEN Christina Geyer NaturVertraueN Schroffe felshänge, rauschende Bäche, schier endlose Wälder: Nationalparks sind mehr als nur Ausflugsziel für das Wochenende. Sie sind Naturschutzgebiet, forschungseinrichtung und Bildungsstätte gleichermaßen. 248 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, Hardcover € 35,– | 978-3-7104-0293-7 SerVuS, A: MM 1 2 3 1 2 3 1 2 3 1 2 3 Spitzenreiter nach Verlagsangaben Kaiser-Mühlecker: Wilderer/S. fiSCHER Colombani: das Mädchen mit dem drachen/S. fiSCHER McConaghy: Wo die Wölfe sind/S. fiSCHER Maljartschuk: Blauwal der Erinnerung/KiEpENHEUER & WiTSCH Berg: GRM/KiWi Koppelstätter: der Tote am Gletscher/KiWi Kürthy: Morgen kann kommen/RoWoHLT WUNdERLiCH fallwickl: die Wut, die bleibt/RoWoHLT HUNdERT AUGEN Safier: Miss Merkel: Mord auf dem friedhof/RoWoHLT KiNdLER Bräuer, Kaminski: Was Hunde wissen/SpRiNGER Nentwig u. a.: Spinnen. Alles, was man wissen muss/SpRiNGER Brüggemann: die fußballblase/SpRiNGER Weitere infos unter www.schwarzer.at oder von Silvia Kudrna Telefon 01/548 13 15-34 oder silvia.kudrna@schwarzer.at 70 sortimenterbrief 6/22

www.barbara-brunner.at buchrezensionen Die aktuellen Lesetipps von Dr. Barbara Brunner Liebe Leute, ist die Welt aus den Fugen geraten? Und wer kann diesem Irrsinn noch folgen? Fake News, Bad News, nix is fix, weil etwas faul ist im Staate Dänemark? Vielgeprüftes Österreich ist der Titel, den Paul Lendvai seinem jüngsten Opus gegeben hat. Und nein, es ist keine Abrechnung mit dem Land, in dem er seit 1957 lebt und in dem er – frei nach Joseph Roth – zugleich Patriot und Weltbürger sein kann. Er zeichnet die Entwicklung Österreichs seit dem Zweiten Weltkrieg nach, erzählt, analysiert und erklärt. Er urteilt bisweilen hart über das politische Personal, versucht aber immer, ausgewogen und gerecht zu bleiben. Vom Mythos rund um die Familie Habsburg über Aufstieg und Niedergang der Sozialdemokratie ebenso wie Siege und Niederlagen der ÖVP zieht er gedankliche Linien von der Geschichte in die Gegenwart. Und getreu dem Grundsatz Check, Re-Check, Double-Check hat er für dieses Buch Gespräche mit mehr als vierzig Persönlichkeiten der letzten Jahrzehnte aus Politik und Wirtschaft geführt, hat ihre Meinung gehört und Fragen gestellt – von Hannes Androsch bis Alma Zadic, ´ von Hans Peter Doskozil bis Peter Pilz, Wolfgang Schüssel, Karel Schwarzenberg, Beate Meinl-Reisinger, Herbert Kickl, Alfred Gusenbauer oder Sigrid Maurer. Das Buch versteht sich als eine Fortsetzung des 2008 erschienenen Bestsellers Mein Österreich – 50 Jahre hinter den Kulissen der Macht. Paul Lendvai erliegt nicht der Versuchung, Zukunftsszenarien zu entwerfen, wichtig ist ihm, Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen und daraus zu lernen, was wir vermeiden und was wir tun sollen. Und dazu sind seine Analysen eine brillante Anleitung. Ein Buch, das immer wieder grimmige Lacher provozieren wird, das dazu noch ob seiner Sprache ein Genuss zu lesen ist. „Was für ein Jahrhundert!, ging mir durch den Kopf, als die Nachricht vom russischen Einmarsch in die Ukraine kam: Wieso wird die Welt immer wahnsinniger? Seit ‚9/11‘ zu Beginn dieses Jahrhunderts, dem Terrorangriff auf die New Yorker Zwillingstürme, kommt die Welt nicht mehr zur Ruhe. Wer geglaubt hatte, in unserem Jahrhundert wäre es nicht mehr möglich, dass ein durchgeknallter Machthaber Europa in ein Schlachtfeld verwandelt, wurde eines Schlechteren belehrt. Auch wenn manche Vorgänge und Entscheidungen noch so abwegig scheinen mögen, haben sie doch eine Ursache. Warum passiert, was passiert? Das ist das Leitmotiv dieses Buches.“ Das schreibt Kurt Seinitz, seit 1974 Außenpolitik-Ressortleiter der Kronen Zeitung, der nicht nur beinahe jeden Winkel der Welt bereist und unzählige internationale Reportagen verfasst hat, sondern der auch mit vielen der großen politischen Akteure, Wladimir Putin, Xi Jinping oder Joe Biden, selbst gesprochen hat. Was für ein Jahrhundert ist auch der Titel seines neuen Buches, in dem er über die Brandherde der Welt seit der Jahrtausendwende berichtet. Er geht den Ursachen der Konflikte nach und liefert damit einen Crashkurs in Geschichte der letzten beiden Jahrzehnte. So schreibt er über das ewige Rätsel Russland, über die Erschütterungen im Glauben an die Globalisierung, über die Corona-Pandemie und die damit verbundene große Systemverdrossenheit, über Trumps Rechts- Populismus, über die falschen Kriege der USA, er berichtet über Orbans Ungarn, über Polen und die Tschechei, aber auch über China und den vermutlich nächsten Krisenherd Taiwan. Auch den Nahen und Mittleren Osten bezieht er in seinen Leitfaden durch ein irres Jahrhundert mit ein. Zwischen die Analysen streut Kurt Seinitz persönliche Anekdoten, die er während seiner fünfzigjährigen Laufbahn mit Weltenlenkern erlebt hat. „Manche sind so urkomisch, dass ich bis zum 23. Februar 2022, dem Vortag des Kriegs, immer wieder behauptet hatte: Mich kann nichts mehr überraschen. Dann kam Putin ...“ Einer, der ebenfalls seit Jahrzehnten von den Brandherden in Ost- und Südosteuropa berichtet, ist Christian Wehrschütz. Mein Journalistenleben erzählt die Geschichten hinter den Geschichten seiner Reportagen und gibt auf diese Weise viel Hintergrundinformationen über die jeweiligen Länder, aus denen er berichtet. Er holt seine Mitarbeiter:innen, die Sekretärinnen in den Büros in Belgrad und Kiew, die Kameraleute, die Fahrer in den verschiedenen Ländern, vor den Vorhang, ohne die seine Arbeit nicht möglich wäre. Gilt es doch, in Windeseile von einem Geschehen zum anderen zu kommen, oft auf abenteuerlichen Wegen, vorbei an unberechenbaren Kontrollposten, konfrontiert mit undurchsichtigen Warlords – wobei ihm sicher zugute kommt, dass er neben Russisch und Ukrainisch auch die Sprachen des Westbalkans spricht. Aber was für Geschichten hat er schon erlebt: Er wurde in Serbien, in Mazedonien und in der Ostukraine verhaftet, überlebt in Nordmazedonien nur durch Zufall ein Attentat, wurde zu einem Interview schon einmal mit einer schwarzen Kapuze über dem Kopf gefahren. Und natürlich nimmt der Krieg in der Ukraine breiten Raum ein: Bei all der Betroffenheit, die Christian Wehrschütz angesichts der Gräuel empfindet, ist für ihn die nüchterne und objektive Berichterstattung das oberste Gebot. Ein beeindruckendes Buch über das aufregende Leben eines ORF-Korrespondenten, unaufgeregt erzählt und unglaublich informativ. Drei Bücher von drei hervorragenden österreichischen Journalisten, die man lesen sollte. Um diese verrückte Welt ein wenig besser zu verstehen. Viele Grüße Barbara Brunner sortimenterbrief 6/22 71


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