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sortimenterbrief November 2021

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Das österreichische Branchenmagazin für Buchmarkt, Buchverkauf und Buchwerbung. Ausgabe November 2021.

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© shutterstock Ja, das Schulbuch ohne Papier ist okay, doch ohne Druck kippt das Lernen DIGI4SCHOOL brüstet sich nicht, dennoch: 100 Millionen Zugriffe innerhalb eines Monats sind ein Beleg für dessen Erfolg, vor allem aber für die Zusammenarbeit von Bildungsverlagen mit Pädagogen, Schülern und Eltern. Text: Ernst Wachernig bezahlte Einschaltung Vor dieser gut ausgeleuchteten Schulkulisse eine Frage, die Friedrich Hinterschweiger, Obmann des Fachverbandes der Buch- und Medienwirtschaft, stellvertretend für die Branche der Bildungsverleger und Schulbuchhändler immer wieder stellt: Warum nehmen Verantwortungsträger im Bildungsministerium die Kenntnisse in den Bildungsverlagen nicht ernst? Eine Branche, die Schüler, Pädagogen und Eltern als Partner sieht, eine Branche, für die Bildung der jeweils nächsten Generation wesentlicher Teil der Firmenphilosophie ist, eine Branche, die abwägt, welche Medien es zu entwickeln gilt, um das Bildungsniveau parallel zu bzw. gemeinsam mit relevanten und die Welt verändernden technischen Entwicklungen zu heben. Und eine Branche, deren Medien allesamt approbiert sind, also dem seitens der Republik proklamierten Bildungsstandard entsprechen. DIGI4SCHOOL ist ein geschlossenes und erfolgreiches System digitaler Bildungsinhalte, das überragend angenommen wird. Warum? Weil es gemeinschaftlich entwickelt und eingeführt worden ist und weil es zukunftsorientierte pädagogische Ansätze berücksichtigt. Wenn Österreichs Fachverband der Buch- und Medienwirtschaft diese Plattform und deren Inhalte forciert, kann das schlüssig begründet werden. One-Stop-Shop mit tragender Säule Obwohl mit DIGI4SCHOOL ein erfolgreicher Weg beschritten wird, hat man im Bildungsministerium dies gänzlich ausgeblendet. Es ist von der Eduthek und Lern- Apps die Rede, zugegeben auch sinnvoll, aber letztlich heißt die tragende Säule DIGI- 4SCHOOL. Wenn wir also leere Tablets mit sinnvollen Inhalten füllen wollen, braucht es den pädagogisch relevanten One-Stop- Shop, der unter Einbeziehung von relevanten Stakeholdern, also mit Lehrenden, Auszubildenden und Erziehungsberechtigten und mit Bildungsverlagen praxisgerecht zu entwickeln ist. In Verbindung mit der gesamten Bestellabwicklung ist es für 14 sortimenterbrief 11/21

© Wirtschaftskammer Steiermark die Schulen und für die Logistik sinnvoll, DIGI4SCHOOL mit dem Bestellsystem der SBA-Online mittels einer programmierten Schnittstelle zu verbinden. Über diese Infrastruktur können auch neuartige digitale Angebote mit entsprechenden Geschäftsmodellen breitflächig angeboten werden und in der Folge die Erweiterung von Bildungsmedien ankurbeln. Das PODS, das „Portal digitale Schule“ aus dem Bildungsministerium, kann das nicht leisten, denn die Zielsetzung dieses Projektes wurde von der Schulbuchaktion gänzlich entkoppelt. Letztlich erinnert diese Plattform sehr stark an das Fiasko „Kaufhaus Österreich“, resümiert Friedrich Hinterschweiger. „Kombi“ für Lernen, Üben, Merken Abgesehen von relevanten Strukturfragen „Das Kombiprodukt aus Print und Digital hat für viele Pädagogen auch in Zukunft Vorrang!“ Komm.-Rat Friedrich Hinterschweiger, Obmann des Fachverbandes der Buch- und Medienwirtschaft tauchen zusätzliche Forderungen auf, die eine Substitution des gedruckten Buches nach sich ziehen. Oft aus falschem Spardenken und in dem Glauben, dafür mehr Geld für Digitales verfügbar zu machen. Die Warnung davor spricht Friedrich Hinterschweiger klar aus und fordert einmal mehr ein Gespräch, um darzulegen, warum E-Book und E-Book plus auch in Zukunft in Kombination bestellt werden sollen. Der Hintergrund ist ein pädagogischer Zugang und die Akzeptanz individueller Lerntypen. Denn nachweislich erleichtern „Print und Online“ das Lernen, Üben und Merken. Sollte die Regierung dennoch das Soloprodukt E-Book (plus) als unabdingbar definieren, wird dies, wie unter Partnern üblich, so zu vereinbaren sein, dass praxisgerechte und unterrichtstaugliche Bedingungen abgesichert sind. • Zwei ausgezeichnete Salzburger © Land Salzburg - Neumayr – Leopold Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Heinrich Schellhorn (2. v. re.) überreichte Arno Kleibel (re.) und Klaus Seufer-Wasserthal (2. v. li.) im Beisein von Komm.-Rat Friedrich Hinterschweiger (li.) das Verdienstzeichen des Landes Salzburg für hervorragende Verdienste um das Ansehen des Landes Salzburg. Arno Kleibel (Verlag Otto Müller) und Klaus Seufer-Wasserthal (Rupertus Buchhandlung) sind Persönlichkeiten der Buch- und Medienwirtschaft in Salzburg, darüber hinaus im deutschsprachigen Raum. Kleibel als Verleger und Co-Herausgeber der Zeitschrift „Literatur und Kritik“, Seufer-Wasserthal als Buchhändler, Begründer des Literaturfestes Salzburg und Juror des Deutschen und Österreichischen Buchpreises. Weiters sind beide als Vertreter der Branche bekannt. Arno Kleibel war von 1995 bis 2010 Landesgremialvorsteher der Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft, von 2004 bis 2009 Vorsitzender des österreichischen Verlegerverbandes und von 2001 bis 2005 Präsident der Vereinigung des Katholischen Buchhandels. Klaus Seufer-Wasserthal steht aktuell der Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft in Salzburg vor. Die Auszeichnung sehen beide als persönliche Wertschätzung, zudem als Anerkennung für viele andere in der Branche. • sortimenterbrief 11/21 15

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