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sortimenterbrief november 2022

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Das österreichische Branchenmagazin für Buchmarkt, Buchverkauf und Buchwerbung. Ausgabe November 2022.

Fachverbandsobmann KR

Fachverbandsobmann KR Friedrich Hinterschweiger zieht Halbzeitbilanz Knapp vor dem allerersten Lockdown trafen die Wahlergebnisse der Wirtschaftskammerwahlen ein. Nun sind wir so ziemlich in der Mitte der Funktionsperiode, also in der klassischen Zeit, um eine Halbzeitbilanz zu ziehen … vertretung ist das Bohren harter Bretter, das ist hoffentlich allen unseren Mitgliedern klar. Ich fasse nur ganz kurz zusammen und verweise auf die große Sondernummer zu 50 Jahre Schulbuchaktion. bezahlte Einschaltung © WK Stmk Zuerst möchte ich das Engagement meines Geschäftsführers Mag. Karl Herzberger hervorheben, der trotz der geringen personellen Ressourcen viele Branchenthemen strategisch klug angeht und erledigt. Die gesamte Pandemiezeit möchte ich nun wie folgt zusammenfassen: Unsere Branche wurde noch stärker in den Onlinehandel gedrängt. Leider wird dabei von vielen in der Branche übersehen, dass die Rentabilität im Onlinebereich wesentlich schlechter ist. Dafür bescherte uns die Pandemie vorübergehend 5 % USt auf Bücher. Das war leider nicht dauerhaft zu halten, aber wir haben zumindest in Europa eine etwas flexiblere USt-Richtlinie bekommen, das ist ein Anfang. Innerstaatlich gelang es uns mit dem seit 1.1.2022 wieder geltenden 10%-Steuersatz nicht, vom Spitzensteuersatz im deutschen Sprachraum herunterzukommen. Das ist für unsere Branche mühsam, bürokratisch und wettbewerbsverzerrend – einfach ärgerlich! Freilich, wir werden dieses Thema weiterverfolgen. Interessen- Die Buchpreisbindung ist neuerlich in die Schlagzeilen geraten Das Buchpreisbindungsgesetz 2023 wird dem Nationalrat vorgelegt. Die Umsatzsteuerveränderung in den letzten Jahren hat einen erkennbaren Bedarf sichtbar gemacht – künftig wird es Bruttopreise bei der obligatorischen Preisfestsetzung geben. Freilich gibt es auch sonst noch klärende Neuerungen, die der Stärkung und Rechtssicherheit dienen. Das alles wird, wenn das Bundesgesetzblatt da ist, entsprechend detailliert kommuniziert werden, denn wir werden wieder einen Kommentar zum Gesetz mitfinanzieren. Mit Dr. Bernhard Tonninger, dem Anwalt des Fachverbandes, haben wir einen echten Experten, den wir dafür auch wieder gewinnen wollen. Und ja, wir dürfen als Branchenvertreter schon ein wenig stolz sein, dass sich alle Fraktionen im Kulturausschuss wohlwollend gezeigt haben! Gepflanzt fühlt man sich allerdings auch, wenn sich manche mit Federn schmücken, die sie anderen ausgerissen haben. Und die Schulbuchaktion, wie geht es euch damit? Die Verlage traf zunächst einmal die Papierpreisentwicklung, die schon vor Putins Ukraineangriffen bei rund 100 % lag. Das hat uns schon sehr früh gezwungen, dem Familienministerium die Preissituation der Verlage ans Herz zu legen. Dann wurden wir auch noch vom Wirtschaftskrieg gegen Russland eingeholt. Auch der Schulbuchhandel ist nun massiv betroffen. Wir sind aber guter Dinge, dass man uns helfen wird. Die langfristige Perspektive – was gibt es dazu zu sagen Letztlich muss man sagen, dass Branchenmarketing keine gesetzliche Aufgabe der Wirtschaftskammerorganisation und der Fachverbände ist. Mit der Leseförderung machen wir aber Nägel mit Köpfen, was die Zukunft des Lesens betrifft. Das Service Center Leseförderung schafft eine fertige Infrastruktur, auf die die Schulbuchhandlungen zugreifen können, die den Schulen eine Leseeinheit anbieten, die die fair honorierte Autorenschaft von Kinder- und Jugendbüchern nützen kann, um den Kindern vorzulesen. Und diese Kinder sind es, die motiviert durch die Lesungen Buchkonsument:in- 18 sortimenterbrief 11/22

nen der einschlägigen Verlage werden und diesen ein wirtschaftliches Standbein ermöglichen. Aber viele Früchte können erst viel später geerntet werden, denn aus den geprägten frühen Lesejahren entwachsen Buchkonsument:innen mit Bildung und Kaufkraft. Etwas, das so manche Politikerin/mancher Politiker vielleicht schätzen sollte, denn in der Demokratie ist für die Mehrheitsfindung eine gewisse Grundbildung der Bürger:innen eine zentrale Voraussetzung. Übrigens möchte ich noch erwähnen, dass wir in den fast 20 Jahren Leseförderung schon über eine Million Kinder erreicht haben. Und das ist sehr wohl spürbar, denn im Genre Kinderbuch gibt es dauerhaft bessere Verkaufszahlen als in anderen Bereichen. Sonstiges Das Urheberrecht hat uns wirklich viele Jahre lang beschäftigt – zuerst die EU- Richtlinie und dann das österreichische Bundesgesetz. Viele Ideen und Neuregelungen hätten den Verlagsstandort Österreich massiv gefährdet. Letztlich ist eine gute Regelung herausgekommen, die sowohl für die Autor:innen als auch für die Verlage Chancen und Risken fair aufteilt!• sortimenterbrief fACHINfORMATIONEN ZU bUCHMARKT, -VERKAUf UND -wERbUNG IN öSTERREICH 41. JAHRGANG | NOVEMbER 2022 sonderausgabe 50 gemeinsame Jahre zum Wohle unserer Kinder und unserer Gesellschaft. sortimenterbrief SonderauSGabe schon bald in Ihrem Briefkasten © G.Langegger S C H W A R Z E R „österreichische Post AG” „MZ 02Z031374 M” Verlagsbüro Karl Schwarzer GmbH, Dionysius-Andrassy-Straße 1/Top 2, 1190 wien, Tel. +43 (0) 1/548 13 15, fax +43 (0) 1/548 13 15-39, E-Mail verlagsbuero@schwarzer.at, www.schwarzer.at sortimenterbrief 11/22 19


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