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sortimenterbrief Oktober 2021

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Das österreichische Branchenmagazin für Buchmarkt, Buchverkauf und Buchwerbung. Ausgabe Oktober 2021.

Rezensionen Autonom und

Rezensionen Autonom und mündig am Touchscreen Für eine konstruktive Medienarbeit in der Schule Digitale Revolution und Bildung Für eine zukunftsfähige Medienkompetenz © Beltz Autor: Ralf Lankau Verlag: Beltz © Beltz Autor: Roberto Simanowski Verlag: Beltz Digitale Medien im Unterricht sind alltäglich geworden. Die inhaltliche Diskussion darüber ist primär eine pädagogische und nur sekundär eine technische. Um Lehr- und Lernprozesse anzustoßen, geht es aber auch um das Begreifen, um das Gespräch und den Diskurs. Lernen ist ein individueller und sozialer Prozess, der nicht digital kompensiert werden kann, wenn Verstehen und nicht nur Repetition das Ziel ist. Medien und Medientechnik können Lernprozesse unterstützen, aber wir lernen im Miteinander. Dieses Buch betrachtet die beabsichtigte digitale Transformation von Schule und Unterricht aus pädagogischer wie philosophischer, aus bildungstheoretischer wie kognitionswissenschaftlicher Perspektive. Mit Beiträgen von: Christine Bär, Gottfried Böhme, Burkard Chwalek, Sigrid Hartong, Edwin Hübner, Jochen Krautz, Axel Bernd Kunze, Ralf Lankau, Ingo Leipner, Sandra Reuse, Angelika Supper und Gertraud Teuchert-Nooth. • Roberto Simanowski ist promovierter Literatur- und habilitierter Medienwissenschaftler. Sein Forschungsgebiet sind die kulturellen und politischen Folgen der Digitalisierung. Der Virus ist die Hefe der Digitalisierung. Die Offensive Digitale Schultransformation in Deutschland, die im Wesentlichen mit dem österreichischen 8-Punkte-Plan korreliert, ist bemerkenswert. Die digitale Revolution beendet die Kreidezeit und ist ein Aufbruch! Wohin? Ist es ein Konjunkturprogramm für die Computerindustrie? Die Bedingungslosigkeit, mit der Politik gemacht wird, schreitet voran. Die Folgen sind vielfältig. Beispiele: Pluralisierung wird durch Digitalisierung ersetzt. Die ausgewogene Argumentation wird durch zugespitzten, konfrontativen Schlagabtausch verdrängt. Die Herausforderungen: sich den Technologien stellen, Auswirkungen beachten, die Beurteilungskompetenz beim Menschen belassen und nicht der künstlichen Intelligenz übergeben. • © Klett-Cotta Die Smartphone- Epidemie Gefahren für Gesundheit, Bildung und Gesellschaft Autor: Manfred Spitzer Verlag: Klett-Cotta © Springer Zum Frühstück gibt`s Apps Mehr Durchblick in der digitalen Welt Autoren: Gerald Lembke, Ingo Leipner Verlag: Springer Smartphones schädigen Kinder und Jugendliche, reduzieren Lernergebnisse, schaden der Gesellschaft, so die Analyse des Psychiaters und Neurowissenschaftlers. Einmal mehr warnt Spitzer vor den Nebenwirkungen digitaler Geräte und widmet sich speziell der Smartphone-Nutzung junger Menschen. Die Aspekte der Augenmedizin, der fallenden Intelligenzquotienten, der nachlassenden sozialen Fähigkeiten und fehlenden Willensbildung sind einige dieser belegten Nebenwirkungen. Eine bestärkende Lektüre für Eltern, sich mit Kindern auseinanderzusetzen. • Professor Gerald Lembke und Dipl.-Volkswirt Ingo Leipner unterrichten an der „Dualen Hochschule Baden-Württemberg“ in Mannheim. Das Buch verleitet zu Jubel: Informationen überall und jederzeit, neue Kontakte rund um den Globus ... Das Buch lehrt das Fürchten: E-Mail-Terror, Smartphones im Dauereinsatz, die Herrschaft des Beliebigen, Geheimdienste und Konzerne, die alle Daten absaugen. Vor allem bei der Erziehung von Kindern ist es wichtig, Medienkompetenz zu entwickeln und dabei die sozialen Kontakte außerhalb von Facebook nicht zu vernachlässigen. • 34 sortimenterbrief 10/21

Soll bleiben: 5 % Umsatzsteuer weiter als Marktchance für den Buchhandel Erst ein Blick nach Europa: Deutschland versteuert Bücher mit 7 %, Italien (und damit auch Südtirol) mit 4 %, Luxemburg mit 3 % und die Schweiz mit 2,5 %. Alleine vor diesem Hintergrund wäre eine Rückkehr in Österreich zur Umsatzsteuer auf Bücher von derzeit 5 % auf 10 % eine krasse Wettbewerbsverzerrung für heimische Buchhändlerinnen und Buchhändler. Im Zuge der Pandemie ist besagter Steuersatz von 10 auf 5 % reduziert worden, um damit die einbrechenden Umsätze ein wenig zu kompensieren. Doch bis dato haben sich die Buchkäufe nicht auf das Vor-Corona-Niveau begeben. Zwischen 2 und 12 %, „je nach Lage, Schwerpunkt und Vertriebskonzept“, so ein Sprecher des Fachverbandes der Buch- und © Shutterstock Bücher sind wesentliches Lebenselixier für Klein und Groß. Erst wird vorgelesen, später selbst gelesen. Medienwirtschaft, hinken die Umsätze hinterher. Die erhöhten Kosten durch den Versand aus den Online-Umsätzen sind darin noch nicht berücksichtigt. Insgesamt ist festzustellen, dass die Zahl der Buchhandlungen weiterhin sinkt – jährlich um durchschnittlich etwa 2 % in Stadt und Land. • Reform der Vernunft bei Buchpreisbindung zeichnet sich auch in Österreich ab Welchen Zweck hat die Buchpreisbindung seit jeher? Sie ist eine der großen Kultur- Förderinitiativen der Republik Österreich! Denn klare Preise in den Buchhandlungen verhindern Preisdumping in der Art von Diskontern und ermöglichen in der Folge eine Verlagsvielfalt, die auch kleine Auflagen und deren Vertrieb für weniger bekannte Autorinnen und Autoren möglich © Wirtschaftskammer Steiermark Komm.-Rat Friedrich Hinterschweiger, Obmann des Fachverbandes der Buch- und Medienwirtschaft „Die reduzierte Umsatzsteuer ist ein Hoffnungsschimmer für das Überleben der Branche und den Erhalt der Buchhandlungen quer durch das Land. Wir werden alles tun, um die 5 % zu erhalten.“ macht. Und: Die Buchpreisbindung sichert den Erhalt von Buchhandlungen auch auf dem flachen Land. Das Buch als Kulturgut wird, so eine Studie der Universität Innsbruck, dort mehr nachgefragt, wo es stationären Buchhandel gibt! Insofern haben die Buchpreisbindung und ein damit verbundener Mindest-Brutto-Preis Sinn für Kreative, für Leser und für den Handel. • © Shutterstock Die Buchpreisbindung ist das Lebenselixier für junge Autorinnen und Autoren und kleine Verlage – sonst werden bald nur mehr Bestseller verkauft. © Wilke Komm.-Rat Georg Glöckler, G&G Verlag „Von Verlagen wie von Importeuren ist der Brutto- Mindestpreis bekanntzugeben – die deutsche Regelung zeigt es vor, dass ein Brutto-Fixpreis festzusetzen ist.“ sortimenterbrief 10/21 35

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