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sortimenterbrief Oktober 2021

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Das österreichische Branchenmagazin für Buchmarkt, Buchverkauf und Buchwerbung. Ausgabe Oktober 2021.

uchrezension Für Fans,

uchrezension Für Fans, Faktenchecker und Fashionistas Mottingers Meinung www.mottingers-meinung.at Immerhin, „Harry Potter“- und „Downton Abbey“-Star Imelda Staunton als Queen Elizabeth sowie Brit-Grandseigneur Jonathan Pryce als Prinz Philip sind für die fünfte Staffel von „The Crown“ bereits angekündigt. Bevor die allerdings über die Bildschirme flimmert, soll es laut Netflix 2022 werden. Und auch auf die Fortsetzung, Staffel zwei von „Bridgerton“, wiewohl der Online-Streamingdienst im April sogar schon eine dritte und vierte in Auftrag gab, heißt es COV19-bedingt bitte warten. Serienjunkies können sich dieses derweil mit einem Buch verkürzen: God save the Queen – Der „The Crown“-Faktencheck Die Story über das Leben von Queen Elizabeth II. und ihrer Familie zieht mit jeder Folge mehrere Millionen Zuschauer in ihren Bann. Doch wie viel von „The Crown“ ist Realität, was ist Fiktion? Der Schöpfer der Serie, Peter Morgan, ist einer der bedeutendsten Spezialisten für die britische Monarchie. Er steht allerdings, wie er selber sagt, mehr auf der „romantischen Seite der Geschichte“. Zeit also für einen Faktencheck und die Entschlüsselung der historischen Begebenheiten aller vier bisher ausgestrahlten Staffeln. Per Buch geht’s ab ins Detail. Die Autoren Joffrey Ricome, Pierre Trouvé und Corentin Lamy liefern einen detaillierten und fundierten Faktencheck zur Royal-Soap, als Journalisten analysieren sie Folge für Folge und nehmen alle wichtigen Inhalte und Ereignisse unter die Lupe. Haben Treffen, Gespräche und Ereignisse wirklich so stattgefunden? Geprüft wird auch, ob Garderobe, Schmuck und Requisiten realistisch wiedergegeben werden, dazu belegen die Autoren ihre Recherche- Ergebnisse anhand zahlreicher Presse- Dokumente und Bilder. Mit dieser Arbeit kennen sich Ricome, Trouvé und Lamy aus: Die drei betreiben gemeinsam den Podcast „Vérifiction“, in dem sie sehr erfolgreich TV-Serien und Kinofilme einem Wahrheitstest unterziehen, die Autoren schreiben außerdem regelmäßig für die Zeitung Le Monde. „Bridgerton“ in aller Munde – Mode und Ausmalbuch Gleich drei Publikationen befassen sich mit „Bridgerton“. Näh-Bloggerin Christin Bergmann alias @designerella.bella will ihr Wissen mit mehr als ihren 562k Followern auf TikTok teilen und bringt die Regencycore-Mode nun auch via Buch ins 21. Jahrhundert. Neben dem berühmten Empire-Kleid näht sie weitere Serien- Styles nach, mit einem Hauch Nostalgie- Flair, sodass sie perfekt in der heutigen Zeit tragbar sind. Sie zeigt außerdem, wie durch einfache Upcycling-Ideen Fashion-Statements der High Society entstehen. Passende Accessoires wie elegante Täschchen und Haarschmuck dürfen natürlich nicht fehlen – inklusive Schnittmuster! Inspiriert von den Tafelfreuden in Londons feiner Gesellschaft um 1900, präsentiert Genießen wie bei den Bridgertons eine Vielzahl von Rezepten, wie man sie für eine original britische Tea Time, ein Picknick im Park oder auch eine abendliche Gesellschaft benötigt. Ob man mit Daphne pastellfarbene Törtchen teilen oder mit dem Duke einen Drink einnehmen möchte: Von Sandwiches und Pasteten über opulente Hauptgerichte bis hin zu Rosinenkuchen, Desserts und köstlichen Cocktails – purer Genuss à la Bridgerton ist gewiss. Inklusive Autorin Petra Mildes „Geheimnis“ zur Mulligatawny Soup! Das inoffizielle Bridgerton-Ausmalbuch enthält 45 traumhafte Szenen, wunderschöne Architektur und Zitate aus der Bridgerton-Welt. So begleitet man Daphne, Eloise und den Herzog an den Grosvenor Square zu gemütlichen Nachmittagen im Park, dekadenten Banketten und luxuriösen Hochzeiten – ganz einfach mit Stift und Papier. Die diese Panoramen schuf, ist Sara Richard, eine nominierte Künstlerin aus New Hampshire. Sie war acht Jahre in der Comic-Branche und arbeitet hauptsächlich als Cover-Künstlerin. Saras Stil ist inspiriert von Art Deco, dem Jugendstil, Mode der 1980er und Designs aus der viktorianischen Zeit. Viele Werke veröffentlicht sie auf ihrer Website www.SaraRichard.com. 208 Seiten, zahlr. Farbfotos, Hardcover ISBN 978-3-96664-307-8 € 20,60 | Heel ca. 112 Seiten, Hardcover ISBN 978-3-8410-6676-3 € 18,50 | Christophorus ET: 27. September ca. 192 Seiten, Hardcover ISBN 978-3-95961-610-2 € 20,60 | Christian ET: 13. Oktober ca. 96 Seiten, Paperback ISBN 978-3-86230-443-1 € 12,99 | Christophorus ET: 27. September 40 sortimenterbrief 10/21

© Sandra Steh neue kompetenzen freisetzen Wie man mit dem 0,1-Prozent-Joker seine Superkräfte entfesselt Im Gespräch mit Rüdiger Fox Advertorial Ihr neues Buch trägt den Titel Der 0,1-Prozent-Joker – das klingt ja nach keinen guten Chancen auf Erfolg ...? Fox: In der Tat erscheint es auf den ersten Blick frustrierend, dass wir die meiste Zeit von einem evolutionären Autopiloten gesteuert werden, um unsere sehr begrenzten rationalen Ressourcen im Gehirn zu schonen. Berücksichtigt man allerdings, dass wir jeden Tag rund 20.000 große und kleine Entscheidungen treffen müssen, so sind 0,1 Prozent immerhin rund zwanzig Chancen täglich, an denen wir einen Joker einsetzen können. Wenn wir diese Situationen bewusst auswählen und den Mut haben, dann auch die richtigen Entscheidungen für uns zu wählen und konsequent umzusetzen, kann bereits eine einzige von ihnen lebensverändernd sein. Eine zentrale Idee Ihres Buchs sind die Joker: spezialisierte Rollen, die uns in komplizierten Lebenslagen aushelfen. Wie kamen Sie auf diese Figuren? Fox: Grundsätzlich hat es mich schon immer fasziniert, welche zusätzlichen Optionen aufgehen, wenn ich herausfordernde Situationen so im Kopf uminterpretiere, als ob es sich um Spielsituationen handelt. Und ich habe erlebt, welche unerwarteten Entwicklungen und ungeahnten Chancen daraus entstehen können. Für das Buch habe ich diesen abstrakten Effekt in Form der Joker personifiziert, weil er dann leichter vorstellbar wird. Und man Joker dadurch schneller in der Vorstellung zum Leben erwecken kann. Das macht es leichter, es gleich einmal auszuprobieren. Sie sagen deutlich, dass wir Menschen heute zu wenig spielen. Was ist am Spiel so wertvoll fürs Leben? Eindrucksvoll beschreibt Rüdiger Fox, wie wir unsere individuellen und gesellschaftlichen Potenziale spielerisch neu entfalten können. Dabei durchschreiten wir unterschiedliche Spielsituationen, in denen der jeweilige 0,1-Prozent-Joker uns die passenden »Superkräfte« verleiht. Rüdiger Fox, Der 0,1-Prozent-Joker. Wie wir unsere Freiheit zurückerobern und ganz nebenbei die Welt retten 350 Seiten, Hardcover 978-3-86774-697-7, € 24,70 | Murmann Fox: Wenn wir Situationen allzu ernst nehmen, dann neigen wir dazu, verbissen nach der „richtigen“ Lösung zu suchen – und haben gleichzeitig Angst, uns für einen falschen Schritt zu entscheiden. Das hat in einer alten Welt Sinn gemacht, in der wir aus der Vergangenheit Erfahrung damit hatten, welche Folgen aus unseren Entscheidungen entstehen. In einer VUKA-Welt, in der immer mehr Entwicklungen schlicht unvorhersehbar sind, wird dieses Streben allerdings unglaublich stressig und beschränkt uns gleichzeitig in unserer Vorstellung, welche neuen Wege zum Ziel führen können. Im Spiel bekommen wir wieder den Mut und die Fantasie, kreative Nebenwege auszuprobieren, anstatt auf der mentalen Autobahn im Stau zu stehen. Können wir wirklich spielend die Welt retten? Fox: Na ja, ernsthaft waren wir zumindest bisher damit nicht besonders erfolgreich. In jedem Fall hat das Spiel den Vorteil, dass wir nicht ständig das Gefühl haben, etwas tun zu müssen. Auf ein Spiel lassen wir uns freiwillig ein, das macht es viel leichter, nicht ständig über irgendwelche Regeln zu jammern, sondern uns auf das Spiel selbst zu konzentrieren und zu schauen, wie wir am schnellsten ans Ziel kommen. Dadurch wird nicht nur mehr Kreativität für Lösungen freigesetzt, sondern es kann darüber hinaus auch wirklich Spaß machen. Danke für das Gespräch sortimenterbrief 10/21 41

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